Im Dezember 1962 hielt ein alter Professor einen Kurzvortrag über effiziente Zeitplanung vor einem Kreis von ausgewählten Studenten. Voller Erwartung schauten die Studenten den Professor an, der der Runde knapp verkündete: "Wir starten mit einem Experiment!"
Der Professor stellte behutsam und bedächtig einen großen Glaskrug auf den Tisch. Daneben lagen mehrere Steine so groß wie Tennisbälle. "Wie viele von diesen Steinen passen Ihrer Ansicht nach in das Glas?", fragte er in die Runde und bat jeden der anwesenden Studenten, eine Schätzung abzugeben. Nachdem alle Ihren Tipp abgegeben hatten, sagte er: "Nun gut. Dann wollen wir mal nach sehen.". Er legte einen Stein in das Glas, einen weiteren und noch einen, so lange bis das Glas schließlich gefüllt war. Er fragte in die Runde: "Ist der Krug voll?". Alle waren sich einig: "Ja!". Er blickte von einem zum anderen und fragte nach: "Tatsächlich?"
Die Studenten schauten sich an, und fragten sich, worauf der Professor hinaus wollte. Dieser holte schließlich einen Eimer mit Kies unter dem Tisch hervor und füllte mit Bedacht den Glaskrug mit dem Kies, schüttelte den Krug leicht, füllte nochmals nach, bis die Kieselsteine schließlich alle Lücken füllten.
Der alte Professor konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als er in die verdutzten Gesichter blickte. Er fragte erneut seine Zuhörer: "Ist der Krug nun voll?" Die Studenten hatten begriffen und einer antwortete: "Vermutlich nicht!". "Sehr gut!", antwortete der Professor und neigte sich erneut nach unten um diesmal einen Kessel mit Sand hervor zu holen. Vorsichtig schüttete er den Sand in den Glaskrug. Der Sand verteilte sich und füllte die Zwischenräume zwischen den großen Steinen und dem Kies.
Der Professor wiederholte seine Frage: "Ist der Krug nun voll?" Sofort antworteten alle Studenten "Nein!" "Gut!" murmelte der Professor, griff nach einer Kanne mit Wasser und schüttete das Wasser in den Krug, bis er ganz voll war.
Er blickte von einem zum anderen und fragte: "Was lernen wir nun daraus?"
Der Jahrgangsbeste antwortet: "Es zeigt uns, dass selbst dann, wenn wir meinen, unser Kalender sei randvoll, noch weitere Termine vereinbaren und Dinge erledigen können, wenn wir es nur wirklich wollen und uns geschickt anstellen."
"Nein", der alte Professor schüttelte den Kopf. "Dass Wille, Kompetenz und gute Organisation hilfreich sind, um Dinge effizient zu erledigen wusstet Ihr schon vorher. Das ist trivial. Was uns dieses Experiment allerdings zeigen soll, ist Folgendes: Wenn wir nicht zu Anfang die großen Steine in den Krug gelegt hätten, hätten wir sie später nicht mehr hinein bekommen. Auf Ihr Selbst- und Zeitmanagement übertragen: Platzieren Sie zunächst die großen Steine des Lebens, ansonsten laufen Sie Gefahr, diese nicht mehr in Ihr Leben einbauen zu können ... Wenn Sie sich zunächst den oft drängenden Nebensächlichkeiten - also dem Kies dem Sand und dem Wasser - zugewendet hätten, dann füllen Sie Ihr Leben damit auf, und am Ende fehlt Ihnen die kostbare Zeit, um sich mit den wichtigen Dingen Ihres Lebens zu beschäftigen. Fragen Sie sich daher immer wieder: Was sind die großen Steine in meinem Leben?"
Der Professor verließ langsam den Raum und hinerließ eine Gruppe nachdenklicher Studenten.

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